Dalmatiner als Jagdhunde

Der Dalmatiner ist eine alte Jagdhunderasse. Dies ist immer mehr in Vergessenheit geraten und vielen auch nicht bewusst. Und dies, obwohl Dalmatiner ausgezeichnete jagdliche Fähigkeiten aufweisen und früher hervorragende Jagdhunde bei Wildschwein-, Fuchs- und Hirschjagden waren. Dalmatiner arbeiten sehr gerne Fährten aus und arbeiten höchst konzentriert. Darum werden sie beispielsweise auch sehr gerne beim Mantrailing oder bei Rettungsstaffeln eingesetzt.

Camou's Jagdhundausbildung

Unser Rüde Camou vom Donautal zu Ulm hat am 15.08.2020 bei der Kreisjägervereinigung Göppingen erfolgreich die äußerst anspruchsvolle Brauchbarkeitsprüfung mit nur 15 Monaten unter drei Richtern abgelegt.

Jagdhund Camou

Ziel und Zweck ist vor allem der spätere ehrenamtliche Einsatz bei Nachsuchen. Der Großteil dieser Nachsuchen ist verkehrsbedingt. Allein in Hohenstaufen bei Göppingen werden jährlich über 20 Stück Wild angefahren, welches oftmals nicht gleich verendet. Um dem Tierschutz gerecht zu werden, sind „brauchbare Hunde“ unerlässlich. Ohne diese Hunde würde man nur einen Bruchteil des schwer verletzten Wildes finden. Diese sind darauf trainiert, Fährten von krankem Wild aufzustöbern und auszuarbeiten.

Zu den Prüfungsfächern gehört die Leinenführigkeit, Schussfestigkeit, eine simulierte Treibjagd, sowie die Schweißarbeit. Dabei wird eine künstlich gelegte Fährte über 400 m am Vortag der Prüfung gelegt. Insbesondere die lange Standzeit macht dieses Prüfungsfach erst richtig anspruchsvoll. Auf der gelegten Fährte entstehen oft Verleitfährten über Nacht. Die Hunde dürfen nicht der frischen Wildfährte nachgehen, sondern nur der künstlich gelegten.

Camou im Wald

Bei dem Prüfungsfach Leinenführigkeit dürfen die Hunde selbstverständlich nicht an der Leine ziehen und müssen ihrem Führer in einem Waldbestand folgen und sich nicht mit der Leine verheddern. Bei der simulierten Treibjagd gehen Leute durch eine Dickung und rufen und klopfen laut. Dabei werden noch Schrotschüsse abgegeben. Die Hunde müssen ruhig und schussfest sein. Die prüfungsmäßige Feststellung des Gehorsams wird während der gesamten Prüfung strengstens beäugt und ist von größter Wichtigkeit. Sie ist Ausdruck einer sauberen und gründlichen Abrichtung.

Zugelassen werden nur Hunderassen, die dem Jagdgebrauchshundeverband angehören oder eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Da Dalmatiner dem JGHV nicht mehr angehören, können diese nur noch über eine Ausnahmegenehmigung zugelassen werden. Dies ist aber in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Umso mehr freut es uns, dass Camou einer der wenigen Dalmatiner in Deutschland ist, der eine solch anspruchsvolle Prüfung bestanden hat und die „Brauchbarkeit“ vorweisen kann.

Camou's Jagdhundausbildung

Jagdhund Camou

Unser Rüde Camou vom Donautal zu Ulm hat am 15.08.2020 bei der Kreisjägervereinigung Göppingen erfolgreich die äußerst anspruchsvolle Brauchbarkeitsprüfung mit nur 15 Monaten unter drei Richtern abgelegt.

Ziel und Zweck ist vor allem der spätere ehrenamtliche Einsatz bei Nachsuchen. Der Großteil dieser Nachsuchen ist verkehrsbedingt. Allein in Hohenstaufen bei Göppingen werden jährlich über 20 Stück Wild angefahren, welches oftmals nicht gleich verendet. Um dem Tierschutz gerecht zu werden, sind „brauchbare Hunde“ unerlässlich. Ohne diese Hunde würde man nur einen Bruchteil des schwer verletzten Wildes finden. Diese sind darauf trainiert, Fährten von krankem Wild aufzustöbern und auszuarbeiten.

Zu den Prüfungsfächern gehört die Leinenführigkeit, Schussfestigkeit, eine simulierte Treibjagd, sowie die Schweißarbeit. Dabei wird eine künstlich gelegte Fährte über 400 m am Vortag der Prüfung gelegt. Insbesondere die lange Standzeit macht dieses Prüfungsfach erst richtig anspruchsvoll. Auf der gelegten Fährte entstehen oft Verleitfährten über Nacht. Die Hunde dürfen nicht der frischen Wildfährte nachgehen, sondern nur der künstlich gelegten.

Bei dem Prüfungsfach Leinenführigkeit dürfen die Hunde selbstverständlich nicht an der Leine ziehen und müssen ihrem Führer in einem Waldbestand folgen und sich nicht mit der Leine verheddern. Bei der simulierten Treibjagd gehen Leute durch eine Dickung und rufen und klopfen laut. Dabei werden noch Schrotschüsse abgegeben. Die Hunde müssen ruhig und schussfest sein. Die prüfungsmäßige Feststellung des Gehorsams wird während der gesamten Prüfung strengstens beäugt und ist von größter Wichtigkeit. Sie ist Ausdruck einer sauberen und gründlichen Abrichtung.

Camou im Wald

Zugelassen werden nur Hunderassen, die dem Jagdgebrauchshundeverband angehören oder eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Da Dalmatiner dem JGHV nicht mehr angehören, können diese nur noch über eine Ausnahmegenehmigung zugelassen werden. Dies ist aber in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Umso mehr freut es uns, dass Camou einer der wenigen Dalmatiner in Deutschland ist, der eine solch anspruchsvolle Prüfung bestanden hat und die „Brauchbarkeit“ vorweisen kann.